Wireless Testing / Funk

Funkanlagen / Funkmodule
Sie planen, ein Funksystem zu entwickeln oder in ihr Produkt zu integrieren?

In Europa unterliegen elektrische oder elektronische Erzeugnisse, die als Funkanlagen dienen, der Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU (RED). Diese Richtlinie regelt die Bereitstellung von Geräten auf dem EU-Markt, die Funkwellen für Kommunikation oder Funkortung senden oder empfangen.
Sie zielt darauf ab, ein hohes Maß an Gesundheits- und Sicherheitsschutz für den Benutzer, die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sowie die effektive und effiziente Funkfrequenznutzung sicherzustellen. Weiterhin sind in Art. 3.3 und 3.4 zusätzliche Anforderungen wie Cybersicherheit, Funktionen für den Zugang zu Rettungsdiensten (Standortbestimmung bei Notrufen) und die Spezifikationen für Ladefunktionen geregelt.
Die RED-Richtlinie legt auch besonderen Wert auf die Verbraucherinformation. Sie verlangt, dass Hersteller klare und verständliche Informationen zur Verfügung stellen, wie das Gerät ordnungsgemäß installiert und verwendet wird.
Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Hersteller und Vertreiber von Funkanlagen diese zusätzlichen Anforderungen berücksichtigen, um die Konformität ihrer Produkte mit den EU-Vorschriften zu gewährleisten. Dies nicht nur, um Strafen oder Produktrückrufe zu vermeiden, sondern auch, um das Vertrauen der Verbraucher in ihre Produkte zu stärken und so ihren Markterfolg zu sichern.

In Nordamerika unterliegen Funkanlagen regulatorischen Anforderungen, die von der Federal Communications Commission (FCC) für die USA bzw. von der Innovation, Science and Economic Development Canada (ISED) für Kanada festgelegt werden. Elektrische und elektronische Produkte müssen mit den FCC-Vorschriften übereinstimmen, bevor sie legal in die USA versandt, verkauft, importiert oder zum Verkauf angeboten werden können. Die FCC hat je nach Art des Gerätes zwei Konformitätsbewertungsverfahren, die Certification bzw. Supplier’s Declaration of Conformity (SDoC) für „radiofrequency devices“ definiert. Unter „radiofrequency devices“ versteht man jegliches Gerät, das während seines Betriebs hochfrequente Energie durch Abstrahlung, Leitung oder auf anderem Weg abgibt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Für den kanadischen Markt stellt ISED ähnliche Anforderungen. Produkte, die Funkfrequenzen nutzen, müssen die technischen Standards von ISED erfüllen. Es sind zwei Wege zur Konformitätsbewertung vorgesehen: Zertifizierung für Kategorie-I-Equipment und Declaration of Conformity für Kategorie-II-Equipment. Die Anforderungen für Funkanlagen in Nordamerika ähneln zum Teil denen in anderen Regionen, sind aber nicht identisch. Daher ist es für Hersteller und Vertreiber von Funkanlagen unerlässlich, sich mit den spezifischen regulatorischen Anforderungen in den Zielmärkten vertraut zu machen, um die Konformität ihrer Produkte sicherzustellen und potenzielle rechtliche Probleme zu vermeiden.

Die Prüfungen und Zertifizierungen in Europa und Nordamerika stellen einen robusten Rahmen dar, der häufig als Basis für die regulatorischen Anforderungen anderer Länder dient. Zum Beispiel können die FCC-Zertifizierung in den USA und die RED-Richtlinie in Europa als Grundlage für die Einhaltung von Standards in vielen weiteren Ländern dienen. Es ist jedoch entscheidend, zu beachten, dass diese Zertifizierungen allein möglicherweise nicht ausreichen, um die Einhaltung aller internationalen Anforderungen zu gewährleisten. Viele Länder haben zusätzliche oder spezifische Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Beispielsweise verlangen einige asiatische Länder zusätzliche Tests oder Zertifizierungen, die speziell auf ihre lokalen Bedingungen und Standards zugeschnitten sind.

Um sicherzustellen, dass ein Produkt global konform ist, ist es wichtig, eine gründliche Untersuchung der spezifischen Anforderungen jedes Zielmarktes durchzuführen. Dies kann eine Herausforderung sein, da die regulatorischen Landschaften komplex und ständig in Bewegung sind. Unabhängig von der Technologie – sei es WLAN, Bluetooth, RFID, Mobilfunk oder Fernbedienungen, Modellfernsteuerungen, Bewegungsmelder, Smart Home, Garagentoröffner oder das Internet of Things (IoT) – bieten unsere globalen, akkreditierten Prüflabore, Zertifizierungsstellen und Partner umfassende Unterstützung. Wir helfen Ihnen bei der Planung einer schnellen und kosteneffizienten Qualifizierung Ihres Produkts nach den geltenden Funkstandards. Sollte für Ihre Funktechnologie keine harmonisierte Norm im Amtsblatt der EU veröffentlicht sein, helfen unsere EU Notified Bodies weiter. Zudem begleiten wir Sie bei der nach der Radio Equipment Directive (RED) geforderten Risikobewertung für die EU.

Wir bieten Ihnen alle Prüfungen, Zertifizierungen und Zulassungen für Ihre globalen Zielmärkte über einen zentralen Ansprechpartner. Neben Funkzulassungen unterstützen wir Sie gerne auch bei weiteren erforderlichen Prüfungen, wie z. B. zur Chemie (REACH, RoHS, California Prop. 65 …), Produktsicherheit, EMV, EMF, SAR oder spezielle In-Country-Tests und Zertifizierungen wie zum Beispiel für das mexikanische NOM, das japanische Diamond PSE oder das chinesische CCC. Weitere Informationen für Ihren internationalen Marktzugang finden Sie hier.

Ihre Vorteile bei uns:

  • Wir helfen Ihnen, Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden
  • Wir unterstützen Sie bei der Ermittlung der regulatorischen Anforderungen an Ihr Produkt
  • Wir helfen Ihnen bei der Erstellung von notwendigen technischen Dokumenten, Antragsformularen, Vollmachten (POA) und Erklärungsschreiben sowie Produktdeklarationen/Baugleichheitsbestätigungen und unterstützen Sie bei den anfallenden Formalitäten
  • Wir assistieren Ihnen bei der Einreichung von Dokumenten, der Vorbereitung von Proben und gegebenenfalls bei lokalen Prüfungen und Zertifizierungen (sofern diese in der Zielregion erforderlich sind)
  • Bei Bedarf stellen wir Kontakte zu lokalen Vertretungsdiensten oder Übersetzungsspezialisten her
  • Wir übernehmen die Prüfung und Zertifizierung von Funkanlagen für Sie, beispielsweise auf Basis folgender Technologien:

    • SRD: NFC, 433 MHz, RFID, ANT+, ZigBee
    • BT: BR, EDR, BLE
    • Wi-Fi: 802.11a/b/g/n/ac/ax, 6/6E
    • GPS
    • WWAN: 2G/3G/4G/5G, LTE/NB-IoT/CaT-M1, 5G NR FR1/FR2
    • WPC: Wireless Charging
    • UWB: Ultrabreitband

Glossar:

DANT, ANT+

ANT (Adaptive Network Topology) und ANT+ sind proprietäre, aber offene Funknetzstandards. Sie wurden speziell für geringen Stromverbrauch und geringe Übertragungsraten über kurze Entfernungen entwickelt.

Typische Anwendungsgebiete sind vor allem Sport-, Wellness- und Gesundheitsanwendungen, wie z. B. Herzfrequenzmesser, Geschwindigkeitssensoren und kleine GPS-Geräte.

5G NR FR1/FR2

5G NR steht für 5th Generation New Radio und ist der neueste globale Standard für Mobilfunknetze. FR1 und FR2 sind Frequenzbereiche, die im 5G-NR-Standard definiert sind.

FR1 (Frequency Range 1) bezieht sich auf die Frequenzbänder unter 6 GHz. Im Allgemeinen umfasst der FR1-Bereich Frequenzen zwischen 410 MHz bis 7125 MHz. Diese Frequenzen wurden traditionell für ältere Mobilfunkstandards wie 4G LTE verwendet. Sie bieten eine gute Abdeckung und Durchdringung von Gebäuden, haben aber eine begrenzte Datenkapazität.

FR2 (Frequency Range 2) bezieht sich auf die Frequenzbänder über 24 GHz, auch als Millimeterwellen (mmWave) bekannt. Typischerweise liegen die Frequenzen hier zwischen 24,25 GHz und 52,6 GHz. Diese Frequenzbänder können viel mehr Daten übertragen und ermöglichen daher höhere Geschwindigkeiten und Kapazitäten. Allerdings haben sie eine geringere Reichweite und Durchdringung von Gebäuden im Vergleich zu den FR1-Frequenzen.

Zusammen ermöglichen FR1 und FR2 den Betrieb von 5G-Netzwerken in einer Vielzahl von Umgebungen und Anwendungsfällen von dicht besiedelten städtischen Gebieten bis hin zu ländlichen Gebieten.

BT

Bluetooth ist eine drahtlose Technologie, die zum Austausch von Daten über kurze Distanzen zwischen Geräten wie Smartphones, Laptops, Autos und anderen elektronischen Geräten entwickelt wurde. Sie verwendet Funkwellen im 2,4-GHz-Band, um eine sichere Verbindung herzustellen. Bluetooth ermöglicht die Bildung kleiner Netzwerke, sogenannter Piconets, und kann für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet werden, einschließlich Dateiübertragung, Audio-Streaming, Eingabegeräte und vieles mehr. Es gibt verschiedene Versionen von Bluetooth, darunter Bluetooth Classic und Bluetooth Low Energy, die jeweils unterschiedliche Funktionen und Vorteile haben.

BLE

Bluetooth Low Energy (BLE), auch bekannt als Bluetooth Smart, ist eine stromsparende Variante der klassischen Bluetooth-Technologie. Es wurde entwickelt, um den Energieverbrauch von Bluetooth-Geräten zu reduzieren und eignet sich ideal für Anwendungen, die nur sporadisch Daten übertragen müssen, wie Fitness-Tracker, Herzfrequenzmesser oder andere Wearables. BLE ermöglicht eine schnelle Verbindung zwischen Geräten und verbraucht dabei deutlich weniger Energie als klassisches Bluetooth. Trotz des geringen Energieverbrauchs bietet es eine ähnliche Kommunikationsreichweite wie herkömmliches Bluetooth.

BR

Bluetooth BR steht für Bluetooth Basic Rate. Es ist die ursprüngliche und traditionelle Form der Bluetooth-Technologie, die eine drahtlose Verbindung zwischen Geräten über kurze Entfernungen ermöglicht. Bluetooth BR wird oft in Anwendungen wie Headsets, Autotelefonen oder drahtlosen Controllern verwendet. Es bietet eine stabile und ausreichende Datenrate für viele alltägliche Anwendungen und hat sich als zuverlässige Technologie für die drahtlose Kommunikation etabliert.

Cat-M1

CaT-M1, auch bekannt als LTE-M, steht für Category M1 und ist ein Typ von LTE-(Long-Term-Evolution-) Netzwerk, das speziell für das Internet der Dinge (IoT) entwickelt wurde. Im Vergleich zu herkömmlichen LTE-Netzwerken benötigt CaT-M1 weniger Energie, bietet eine längere Batterielebensdauer und ermöglicht eine größere Abdeckung, besonders in Gebäuden und anderen Orten, an denen die Konnektivität eingeschränkt sein kann. CaT-M1 unterstützt eine Vielzahl von IoT-Anwendungen, einschließlich Wearables, Sensoren, Smart-Home-Geräten und anderen Geräten, die eine niedrige bis mittlere Datenrate erfordern.

DCS

DCS bedeutet Digital Cellular System. Es ist ein Mobilfunkstandard, der hauptsächlich in Europa und Asien verwendet wird. DCS arbeitet im 1.800-MHz-Band und ist eine Erweiterung des GSM-(Global-System-for-Mobile-Communications-)Standards

EDR

EDR steht für Enhanced Data Rate und ist eine Technologie, die in Bluetooth-Geräten verwendet wird. Sie ermöglicht eine schnellere Datenübertragung im Vergleich zur Standard-Bluetooth-Technologie.

EGPRS

EGPRS steht für Enhanced General Packet Radio Service und ist eine Erweiterung des GPRS-Standards (General Packet Radio Service), der in GSM-Netzwerken (Global System for Mobile Communications) verwendet wird. EGPRS ermöglicht höhere Datenübertragungsraten als GPRS.

GNSS

GNSS steht für Global Navigation Satellite System. Es handelt sich dabei um ein Satellitensystem, das zur Positionsbestimmung und Navigation auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Es umfasst eine Vielzahl von Satellitennavigationssystemen, darunter GPS (Global Positioning System) aus den USA, GLONASS aus Russland, Galileo aus der Europäischen Union und Beidou aus China. Diese Systeme ermöglichen es einem GNSS-Empfänger, seine eigene Position und Zeit durch den Empfang von Signalen von mehreren Satelliten zu bestimmen.

GPRS

 

GPRS steht für General Packet Radio Service. Es handelt sich um eine Paketdatentechnologie, die in 2G- und 3G-Mobilfunknetzen verwendet wird. GPRS ermöglicht den drahtlosen Zugang zum Internet und anderen Datennetzwerken. Obwohl GPRS im Vergleich zu neueren Technologien eine relativ niedrige Datenübertragungsrate aufweist, spielt es aufgrund seiner breiten Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit immer noch eine wichtige Rolle in bestimmten Anwendungsbereichen.

GPS

GPS steht für Global Positioning System. Es handelt sich um ein Satellitennavigationssystem, das von der US-Regierung betrieben wird und ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt wurde. GPS ermöglicht es jedem GPS-Empfänger auf der Erde, seine genaue Position, Geschwindigkeit und Zeit zu bestimmen.

Das System besteht aus mindestens 24 Satelliten, die die Erde in präzisen Bahnen umkreisen und kontinuierlich Signale aussenden. Ein GPS-Empfänger (wie er in vielen Smartphones, Autos und anderen Geräten eingebaut ist) empfängt diese Signale und berechnet daraus seine genaue Position.

Heutzutage wird GPS bei einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, darunter Navigation, Kartografie, Vermessung, Geocaching, Such- und Rettungsaktionen.

GSM

GSM steht für Global System for Mobile Communications. Es handelt sich um einen Standard, der ursprünglich entwickelt wurde, um digitale Mobilfunktechnologien zu vereinheitlichen. GSM wurde in den 1980er Jahren vom European Telecommunications Standards Institute (ETSI) eingeführt und ist heute die weltweit am häufigsten verwendete Mobilfunktechnologie.

GSM definiert nicht nur die Technologie für die Sprachkommunikation und SMS (Short Message Service), sondern auch die Infrastruktur für Datendienste wie GPRS (General Packet Radio Service) und EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution).

Das GSM-Netzwerk ist in mehrere Komponenten unterteilt, darunter Basisstationen, Netzwerkkontrollzentren und Datenbanken zur Verwaltung von Abonnenteninformationen und Roaming-Daten.

LTE

LTE steht für Long Term Evolution und ist ein Standard für drahtlose Breitbandkommunikation für mobile Geräte und Datenendgeräte. Es wird oft als 4G LTE bezeichnet, da es die vierte Generation (4G) der Mobilfunktechnologie darstellt und eine Weiterentwicklung der 3G- und 2G-Standards ist.

LTE bietet erhebliche Verbesserungen in Bezug auf Geschwindigkeit und Kapazität. Es unterstützt Downlink-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbps und Uplink-Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbps unter idealen Bedingungen.

Darüber hinaus bietet LTE eine verbesserte Netzwerkperformance, einschließlich geringerer Latenz, was für Anwendungen wie VoIP, Video-Chat und andere Echtzeit-Datenanwendungen wichtig ist. Bei Funkprüfungen wird unter anderem überprüft, ob Geräte, die LTE unterstützen, die versprochenen höheren Datenraten erreichen und korrekt mit LTE-Netzwerken kommunizieren können.

NB-IoT

NB-IoT steht für Narrowband Internet of Things. Es handelt sich um eine Low-Power-Wide-Area-(LPWA-)Technologie, die speziell für das Internet der Dinge (IoT) entwickelt wurde. Diese Technologie ermöglicht es Geräten, über lange Zeiträume hinweg mit geringem Energieverbrauch zu kommunizieren.

NB-IoT nutzt ein schmalbandiges Frequenzspektrum, um eine effiziente Kommunikation und eine tiefere Penetration in Innenräume zu ermöglichen. Es ist ideal für Anwendungen, die nur geringe Datenmengen übertragen müssen und keine hohe Bandbreite benötigen, wie z. B. Smart Metering, Asset Tracking oder Smart-City-Anwendungen.

NB-IoT bietet mehrere Vorteile, darunter eine längere Akkulaufzeit, verbesserte Innenabdeckung und die Fähigkeit, eine große Anzahl von Geräten zu unterstützen. Bei Funkprüfungen wird überprüft, ob Geräte, die NB-IoT unterstützen, korrekt mit NB-IoT-Netzwerken kommunizieren können und die spezifischen Anforderungen dieser Technologie erfüllen.

NFC

NFC steht für Near Field Communication. Es handelt sich um eine drahtlose Kommunikationstechnologie, die es Geräten ermöglicht, über kurze Distanzen (typischerweise weniger als 10 cm) Daten auszutauschen. NFC basiert auf RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) und arbeitet im Hochfrequenzbereich bei 13,56 MHz.

NFC wird häufig in Smartphones und ähnlichen Geräten eingesetzt und ermöglicht Anwendungen wie kontaktloses Bezahlen, Ticketing oder das Teilen von Daten zwischen Geräten. Ein weiterer Vorteil von NFC ist die Einfachheit der Verbindungsherstellung, da keine manuelle Kopplung erforderlich ist.

In Funkprüfungen wird überprüft, ob Geräte, die NFC unterstützen, korrekt mit anderen NFC-Geräten kommunizieren können und die spezifischen Anforderungen dieser Technologie erfüllen.

PCS

Personal Communication Service (PCS) ist eine Generation von drahtlosen Telefon- und Datenkommunikationssystemen, die in den 1990er Jahren eingeführt wurden. Es ist auch als digitales zellulares System bekannt.

PCS arbeitet im 1,9-GHz-Band und verwendet digitale Technologie, speziell Code Division Multiple Access (CDMA), Time Division Multiple Access (TDMA) oder Global System for Mobile Communications (GSM), um Sprach- und Datensignale zu übertragen.

Im Vergleich zu älteren Mobilfunkdiensten bietet PCS einige Vorteile, darunter eine verbesserte Klangqualität, eine größere Netzwerkkapazität und Funktionen wie SMS und mobiles Internet. Die Verwendung eines höheren Frequenzbands ermöglicht es auch, kleinere Zellen zu verwenden, was zu einer dichteren Abdeckung und einer besseren Signalqualität führen kann.

Die genaue Implementierung von PCS kann je nach Anbieter und Region variieren. In den USA zum Beispiel wird der Begriff PCS oft spezifisch für Dienste verwendet, die das PCS-Spektrum im 1,9-GHz-Band nutzen, während in Kanada der Begriff auch für ähnliche Dienste in anderen Frequenzbändern verwendet werden kann.

RFID

RFID steht für Radio Frequency Identification. Es handelt sich dabei um eine Technologie, die elektromagnetische Felder verwendet, um automatisch Informationen zu identifizieren und zu verfolgen, die in sogenannten RFID-Tags gespeichert sind. Diese Tags können an oder in Objekten angebracht sein.

Es gibt zwei Haupttypen von RFID-Systemen: passive und aktive Systeme. Passive RFID-Tags benötigen keine eigene Stromquelle und werden stattdessen durch das vom RFID-Lesegerät erzeugte elektromagnetische Feld mit Energie versorgt. Aktive RFID-Tags hingegen haben eine eigene Stromquelle, was ihnen eine größere Reichweite und die Fähigkeit zur Speicherung von mehr Daten verleiht.

RFID wird in vielen verschiedenen Anwendungen eingesetzt, darunter Bestandsverfolgung, Zugangskontrolle, kontaktlose Zahlungssysteme und sogar Haustieridentifikation.

SAR

SAR steht für Specific Absorption Rate. Es handelt sich dabei um ein Maß für die Menge an Radiofrequenzenergie, die vom Körper absorbiert wird, wenn jemand ein Mobiltelefon oder ein anderes drahtloses Gerät verwendet. Die SAR misst die Rate der Energieabsorption pro Gewichtseinheit und wird normalerweise in Einheiten von Watt pro Kilogramm (W/kg) ausgedrückt.

In vielen Ländern gibt es gesetzliche Grenzwerte für die SAR von Mobiltelefonen und anderen drahtlosen Geräten, um die Sicherheit der Benutzer zu gewährleisten. In der Europäischen Union und in Australien liegt dieser Grenzwert beispielsweise bei 2 W/kg, gemessen über 10 Gramm Gewebe, während er in den USA bei 1,6 W/kg, gemessen über 1 Gramm Gewebe, liegt.

SRD

 

SRD steht für Short Range Device. Es handelt sich dabei um eine Art von Funkgerät, das über kurze Distanzen kommuniziert. SRDs werden in einer Vielzahl von Anwendungen und in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt, einschließlich Heim- und Gebäudeautomatisierung, Alarm- und Sicherheitssystemen, medizinischen Geräten und drahtlosen Kommunikationsgeräten.

Die meisten SRDs arbeiten in lizenzfreien Frequenzbändern und müssen bestimmte technische Anforderungen erfüllen, um Störungen mit anderen Geräten zu minimieren. Die spezifischen Anforderungen und Frequenzbänder können je nach Land und Region variieren.

In der Europäischen Union beispielsweise sind die technischen Anforderungen und Betriebsbedingungen für SRDs in der Entscheidung 2006/771/EC der Europäischen Kommission festgelegt.

Wi-Fi (WLAN)

WLAN steht für Wireless Local Area Network. Wi-Fi ist eine drahtlose Netzwerktechnologie, die Geräte über Funkwellen miteinander verbindet. Wi-Fi ist eigentlich ein Markenname, der von der Wi-Fi Alliance eingeführt wurde, einer Organisation, die Wi-Fi-Produkte testet und zertifiziert.

Wi-Fi ermöglicht es Geräten wie Computern, Smartphones, Tablets und anderen Smart-Geräten, auf das Internet zuzugreifen, wenn sie sich in Reichweite eines Wi-Fi-Netzwerks befinden. Es kann auch verwendet werden, um Geräte direkt miteinander zu verbinden, zum Beispiel in einem Heimnetzwerk.

Wi-Fi-Netzwerke können in vielen verschiedenen Umgebungen eingerichtet werden, einschließlich Häusern, Büros, Schulen, Flughäfen, Cafés und vielen anderen Orten. Sie können entweder offen sein, so dass jeder sich verbinden kann, oder durch ein Passwort geschützt sein, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Die Technologie hinter Wi-Fi basiert auf den Standards der IEEE-802.11-Familie, die verschiedene Versionen von Wi-Fi definieren, darunter 802.11a, 802.11b, 802.11g, 802.11n und 802.11ac. Jede Version bietet unterschiedliche Geschwindigkeiten und Fähigkeiten, aber alle verwenden Funkwellen zur Übertragung von Daten.

WWAN

WWAN steht für Wireless Wide Area Network. Es handelt sich dabei um ein drahtloses Netzwerk, das über große geografische Gebiete hinweg funktioniert, oft über Mobilfunknetze.

Im Gegensatz zu WLAN (Wireless Local Area Network), das in einem begrenzten Bereich wie einem Haus oder Büro funktioniert, kann WWAN Verbindungen über viel größere Entfernungen herstellen, vergleichbar mit der Abdeckung, die von Mobilfunkanbietern bereitgestellt wird.

WWAN-Technologien umfassen 3G-, 4G/LTE- und jetzt auch 5G-Netzwerke, die von Mobilfunkanbietern betrieben werden. Sie ermöglichen den Zugang zum Internet für Geräte wie Smartphones, Tablets und Laptops, wenn kein WLAN verfügbar ist.

Ein WWAN kann entweder direkt in ein Gerät eingebaut sein oder über eine separate Komponente wie eine WWAN-Karte oder ein Mobilfunkmodem hinzugefügt werden. Einige Geräte, wie viele Laptops, haben oft einen Steckplatz für eine WWAN-Karte, die den Zugang zu Mobilfunknetzen ermöglicht.

ZigBee

ZigBee ist ein drahtloser Kommunikationsstandard, der speziell für Anwendungen mit geringem Stromverbrauch und geringer Datenrate entwickelt wurde, wie sie häufig in Heimautomatisierungs- und IoT-(Internet-of-Things-)Szenarien zu finden sind.

ZigBee verwendet die IEEE-802.15.4-Spezifikation für drahtlose Netzwerke und bietet eine Reichweite von etwa 10 bis 100 Metern. Es ist besonders nützlich bei Anwendungen, bei denen lange Akkulaufzeiten und einfache Netzwerkkonfigurationen wichtig sind.

Ein Hauptmerkmal von ZigBee ist die Fähigkeit, Mesh-Netzwerke zu erstellen. In einem Mesh-Netzwerk kann jedes Gerät Daten an andere Geräte weiterleiten, wodurch die Netzabdeckung erhöht und die Zuverlässigkeit verbessert wird, da Daten über mehrere Pfade gesendet werden können.

ZigBee wird in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, darunter Heimautomation, intelligente Energie, Gesundheitsvorsorge und Fernsteuerung. Typische Geräte, die ZigBee verwenden, sind beispielsweise smarte Glühbirnen, Thermostate und Sicherheitssysteme.

 

Ihre Ansprechpartner

Armin Hudetz
t: +49 89 78 74 75-133
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t: +49 89 78 74 75-222
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